Haustierinfos vom Herpbreeder

Wie der Mensch zum Haustier kam

Im Laufe seines Lebens gehört beinahe jedem Menschen einmal ein Haustier. Und wem dieses Glück nicht vergönnt ist, der kennt doch zumindest eine Person, die Katzen, Hunde, Vögel oder sonstige Arten besitzt. Und was wären wir Menschen ohne unsere tierischen Freunde? Sei es der Hund als treuer Weggefährte, mit dem wir die langen Spaziergänge genießen. Oder die Katze, die kleine Königin unter den Vierbeinern: Mit ihrem grazilen Charme umspielt sie uns und wir können ihrem Reiz nicht widerstehen. Doch es gibt noch viel mehr Tiere, die wir uns halten. Die Gründe dafür sind verschieden. So sehen wir nicht in jedem Lebewesen einen engen Freund, sondern nutzen dessen Eigenschaften für uns.

Das Erfordernis der Jagd

Das Halten der Tiere war unseren Vorfahren in der Urzeit allerdings noch nicht bekannt. Wann immer sie Fleisch zur Nahrungszubereitung benötigten, gingen sie auf die Jagd. Alle Bestandteile des Tieres verwerteten sie anschließend. So kam dem Fell etwa als Decke ein Sinn zu, Knochen wurden zu Werkzeugen und Waffen verarbeitet und das Blut getrunken. Der daraus entstehende Bedarf ließ sich später indes nicht alleine mit der Jagd befriedigen. Denn nicht immer war das Glück dem Jäger hold, er musste sich also etwas einfallen lassen, um einfacher an die Güter heranzukommen, die er benötigte. Dafür hielt er sich erstmals Lebewesen und nutzte sie für seine Zwecke. Zum Jagdlichen Brauchtum gibt es unter www.jagd1.de noch viele weitere Informationen.

Besondere Eigenschaften gewünscht

Die ersten Tiere taugten jedoch nur bedingt zur Verwendung. Sie waren zu wild, um sich einsperren zu lassen. Zudem wuchsen die Bedürfnisse und Wünsche des Menschen. Er domestizierte die Tiere folglich nach seinen Vorstellungen. Dabei kam der Zucht ein wichtiger Aspekt zu: Unter diesem Einfluss sollten die Stärken einer Art herausgestrichen, die Schwächen aber beseitigt werden. Nutztiere, die zur Gewinnung von Lebensmitteln gehalten wurden, gaben nun mehr Milch, legten häufiger Eier oder waren mit mehr Fleisch bepackt. Lasten tragende Arten wurden dagegen gestärkt: Sie konnten anschließend mehr Gewicht transportieren. So erschuf sich der Mensch viele Tiere nach seinen Wünschen, dabei kreuzte er manche Spezies oder ließ andere aussterben.

Strenge Richtlinien für die Zucht

Vom Wildtier zu des Menschen Liebling, der Hund ist das Beste Beispiel für die Zähmung von Wildtieren – Foto: © Carola Schubbel – Fotolia.com

Allerdings ist die Zeit der wilden Kreuzungen längst überwunden. Mittlerweile gilt der Artenschutz und schränkt viele Maßnahmen der Züchter ein. So soll insbesondere vermieden werden, dass den Tieren ein Leid angetan wird. Andererseits ist es aber auch von einigem Interesse, dass die bereits gewonnenen Stärken der Tiere nicht verloren gehen. Den Zuchtverbänden (hier einige Hundezuchtverbände als Beispiel) kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, entsprechende Richtlinien zu erlassen und durchzusetzen. Hierbei haben sie unterschiedliche Aspekte zu betrachten und die Interessen der Züchter sowie der Tiere gleichermaßen zu wahren. Erst dadurch ist jedoch gewährleistet, dass der Mensch das Tier für sich nutzen kann, ohne ihm dabei erhebliche Schäden zuzufügen.

Der Freund und Wegbegleiter

Erst durch die Vorgänge der Zucht und der Domestikation ist es über Jahrhunderte hinweg gelungen, Tiere wie Hunde oder Katzen derart zu prägen, dass sie auf die Kommandos des Menschen hören, zutraulich zu ihm sind und zu keiner Gefahr für ihn werden. Der Umkehrschluss daraus ist allerdings, dass ein solches Tier in der Wildnis nicht mehr überleben könnte, da alle relevanten Eigenschaften nicht mehr existent sind. Doch erst dadurch eröffnen sich dem Menschen auch viele wundervolle Momente, die er mit ihrem Haustier verbringt: Für jeden Geschmack lässt sich eine bevorzugte Art finden, die das Leben mit uns teilt, uns in der Trauer tröstet und freudige Ereignisse doppelt schön gestaltet.